Am Montag den 08.05.2017 war Markus Widmann zu einem Selbstverteidigungs – und Gewaltpräventionskurs in Mühldorf am Inn im Auftrag des Bundesfachverbands für Selbstverteidigung und Sicherheit Deutschland (BFSD) als Referent tätig.

Der Kurs richtet sich an Zugbegleiter der Deutsche Bahn. Gerade Zugbegleiter haben es oft in Dienst mit unterschiedlichen Bahnkunden zu tun. Es kommt nicht selten vor das die Zugbegleiter in unangenehme Situationen kommen. Aus diesem Grund hat sich die Deutsch Bahn entschieden Selbstverteidigungs – und Deeskaltionskurse für ihre Mitarbeiter anzubieten. In dem Kurs wurden neben der Theorie auch praktische Übungen unterrichtet. Im ersten Teil des Kurses wurden die Teilnehmer über die rechtlichen Situationen unterrichtet. Neben der rechtlichen Situation wurden Techniken und Taktiken erläutert. Hierbei wurde auch aufgezeigt das man durch die richtige Wortwahl bestimmte Situationen einfach und schnell unter Kontrolle bringen kann und dass es oft besser ist nicht den „Helden“ zu spielen. Sollte es dennoch zu einem Angriff kommen ist es wichtig nicht in Hektik und Planlosigkeit zu kommen, dies kann sehr schnell zu Misserfolg führen. Wie man sich bei Angriffen verhalten sollte wurde durch Markus Widmann erstmal theoretisch vermittelt. Es wurden grundsätzliche Hilfestellungen vermittelt um sich selbst zu schützen und nicht sich nicht zu gefährden. Die richtige taktische Vorgehensweise wurde anhand eines fünf Stufenmodell den Teilnehmern dargestellt. Auch wie man zu der optimalen Anwendung unterschiedlicher Selbstverteidigungstechniken kommt wurde unterrichtet. Am Ende des theoretischen Teils, wurden auch kleine Hilfsmittel, die in der Selbstverteidigung zur Hilfe kommen können aufgezeigt. Hierbei wurde der Kobutan und auch ein Sicherheitsschirm vorgestellt. Diese fallen in Deutschland nicht unter das Waffengesetz und sind somit nicht verboten.

Im zweiten Teil des Kurses wurde der theoretische Teil in die Praxis umgesetzt. Was man allein durch korrekte Haltung und Position erreichen kann wurde den Teilnehmern schnell bewusst. Anschließend wurden unterschiedliche Selbstverteidigungstechniken für den Fall das es zu einem direktem Angriff kommen sollte. Wobei den Teilnehmern schnell deutlich wurde das es nicht auf den Einsatz von Kraft ankommt, sondern vielmehr auf eine stabile Stellung und der richtigen Technik. Anfangs wurde durch Markus Widmann einfache Befreiungsmöglichkeiten gezeigt, diese anschließend durch die Teilnehmer geübt wurden. Neben den einfachen Befreiungstechniken wurden auch Techniken gezeigt wie man sich einfach durch Würgeangriffe befreien kann.

Ziel des Lehrgangs war es den Teilnehmern aufzuzeigen das man nicht nur im Dienst, sondern auch im täglichen Leben das gelernte umsetzten kann. Der Kurs wurde durch eine kurze Zusammenfassung durch Markus Widmann abgeschlossen. Alle Teilnehmer waren begeistert wie man durch einfache Mittel und Techniken was bewirken kann.